Up ITI - Eröffnung in Trumau mit Kardinal Schönborn Slideshow

 Trumau, 10.10.2009

ITI - Wappen Wiedereröffnung des ITI

  Internationales Theologisches Institut von Kardinal Schönborn feierlich am neuen Standort  eröffnet

 Auf Initiative Papst Johannes Paul II. im "Jahr der Familie" 1994  wurde das Internationale Theologische Institut als Nachfolgeeinrichtung des Holländischen Institutes für Ehe und Familie in Österreich neu gegründet.   Da die Mauern des Kartäuserklosters in Gaming, wo das Institut bisher angesiedelt war, inzwischen zu eng wurden, übersiedelte es nach Trumau bei Baden.   Kardinal Christoph Schönborn, seit 15 Jahren Großkanzler der Hochschule, segnete die neuen Räumlichkeiten und nahm sich anschließend viel Zeit für Gespräche mit Professoren, Studenten und Festgästen.

 Theologie sei "Lesehilfe" für Naturwissenschaftler

 Gott spricht nicht nur durch die Bibel, Er spricht zu uns auch durch die Natur.   Um Sein Schöpfungswerk in der Materie deuten zu können, brauchen Theologen die Naturwissenschaftler.    Diese wiederum benötigen die Theologie als "Lesehilfe", um Gottes Spuren in der Natur sehen und deren übernatürlichen Sinn verstehen zu können.   Somit sei "die Zusammenarbeit der Theologie mit den Naturwissenschaften essentiell", erklärte der Kardinal, durch den "Intelligent Design" zum weltweiten Thema wurde, bei seiner Predigt in der Pfarrkirche.

 Familien als Studienschwerpunkt, Familien am Campus

 Die Gründungswidmung für Ehe und Familie wird nicht nur theoretisch als Studienschwerpunkt, sondern auch in der Praxis weiter gepflegt:  am ITI-Campus wohnen neben Frauen und Männern, Ordensleuten und Laien auch zahlreiche Familien, wodurch das ITI eine Besonderheit unter ähnlichen Einrichtungen darstellt.   "Die vielen Kinder, die ich hier immer sehe wenn ich komme, sind das beste Zeichen für ein blühendes Institut", so der Kardinal.   Und: "Das Wort Gottes wächst am besten in Familien, in denen der Glaube weitergegeben wird.   Gläubige Familien sind Oasen unserer Gesellschaft."

 ITI - Besonderheiten

 Ein weiteres Spezifikum der Hochschule ist ihr internationaler Charakter und ihre Brückenfunktion zwischen Ost- und Westkirche.   Die Hälfte der Studenten kommt aus Mittel- und Osteuropa, die meisten davon sind griechisch katholisch, sodass in der Institutskapelle neben der römischen Liturgie auch nach byzantinischem Ritus gefeiert wird.   Da ist der "Hymnos Akathistos" auf englisch neben Hymnen in Griechisch und Kirchenslawisch zu hören, und abschließend die Komplet in Latein nach Benediktinischem Ritus.   Das läßt Kirche als "katholikos" wörtlich als Ganzes erleben, und erfüllt den Wunsch von Papst Johannes Paul II, dass die Kirche "mit beiden Lungenflügel atmen soll".

 Ein wichtiger Schwerpunkt des Studiums sind die Kirchenväter der ersten Jahrhunderte, die im Original auf Griechisch und Lateinisch studiert werden.   Durch die Auseinandersetzung mit ihnen können sich die Studierenden auf die Wurzeln des christlichen Glaubens besinnen und "aus der Quelle schöpfen", so der Kardinal.   Sie bekämen dadurch auch ein sicheres Gespür für Qualität und seien nicht so leicht durch Oberflächliches, Zeitgeistiges beeinflussbar.

 Die Hochschule "nach päpstlichem Recht" bietet ein staatlich anerkanntes, fünfjähriges Theologiestudium gemäß dem "Bologna-Abkommen".   Neben einem Bachelor- und Masterstudium mit dem Schwerpunkt "Ehe und Familie" besteht die Möglichkeit, das Lizenziat oder Doktorat zu erwerben.

 ITI übersiedelte auf Heiligenkreuzer Stiftsgrund

 Das neue Anwesen des Instituts wurde von Stift Heiligenkreuz erworben.   Aus einem ursprünglichen Getreidespeicher, der Jahrhunderte lang zur leiblichen Versorgung des Stiftes diente, wird jetzt ein geistiges Zentrum.   "Gott sei Dank, denn man lebt nicht nur von Brot allein", freute sich der Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel Donnersmarck.   In weiterer Ausbaufolge wird der ITI-Campus bis zu einhundertzwanzig Studenten beherbergen können.


2009.10.10_15.54.46
2009.10.10_16.32.57
2009.10.10_16.43.42
2009.10.10_16.50.34
2009.10.10_17.48.29
2009.10.10_17.40.35
2009.10.10_17.34.10
2009.10.10_18.10.38
Hl.Messe
Hl.Messe
(122 Bilder)
Fest
Fest
(105 Bilder)

Anzahl Bilder: 235 | Erzeugt von JAlbum & Chameleon | Hilfe